White-Label

White-Label bezeichnet eine Lösung, die ein Unternehmen unter eigenem Markennamen anbietet, obwohl die technische Infrastruktur von einem Drittanbieter stammt — im Zahlungsverkehr z. B. eine White-Label-PSP-Lösung.

White-Label

White-Label (auch White-Label-Lösung) bedeutet, dass ein Unternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung eines Drittanbieters unter eigenem Markennamen, Design und Branding anbietet. Im Zahlungsverkehr ermöglicht White-Labeling Plattformen, Marktplätzen und SaaS-Anbietern, eine komplette Zahlungsabwicklung unter eigener Marke anzubieten — ohne die technische Infrastruktur selbst zu betreiben.

Eine White-Label-PSP-Lösung umfasst typischerweise: Zahlungsabwicklung, Händler-Onboarding, KYC, Auszahlungen, Dashboard und Reporting — alles im Branding der Plattform. Der Endkunde oder Sub-Merchant sieht nur die Marke der Plattform, nicht den technischen Betreiber im Hintergrund.

Für Plattformbetreiber bietet White-Labeling den Vorteil, dass sie ihren Kunden eine professionelle Zahlungslösung anbieten können, ohne eigene Lizenzen, Compliance-Infrastruktur oder technische Payment-Kompetenz aufbauen zu müssen. Gleichzeitig können sie eigene Transaktionsgebühren definieren und an der Marge zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis verdienen.

White-Label Beispiele

Eine SaaS-Plattform für Gastronomen bietet ihren Kunden eine Zahlungslösung unter eigenem Namen an — im Hintergrund läuft die Zahlungsabwicklung über einen White-Label-PSP.

Ein Marktplatz nutzt eine White-Label-Lösung: Das Checkout-Formular, das Dashboard und die Auszahlungsberichte tragen das Logo und die Farben des Marktplatzes.

Eine Web-Agentur wird Payrexx-Partner und bietet ihren Kunden Zahlungsabwicklung unter eigenem Branding an — inklusive eigener Preisgestaltung.

White-Label FAQ

Was bedeutet White-Label im Zahlungsverkehr?

White-Label bedeutet, dass eine Plattform oder ein Unternehmen eine Zahlungslösung unter eigenem Markennamen anbietet, obwohl die technische Infrastruktur von einem Drittanbieter (z. B. einem PSP) stammt.

Für wen eignet sich eine White-Label-Zahlungslösung?

Für Plattformen, Marktplätze, SaaS-Anbieter und Agenturen, die ihren Kunden Zahlungsabwicklung anbieten wollen, ohne eigene Payment-Infrastruktur aufzubauen.

Was kostet eine White-Label-PSP-Lösung?

Die Kosten variieren stark: Typisch sind monatliche Plattformgebühren (ab ca. CHF 199/Monat) plus Transaktionsgebühren zum Buy-Rate. Die Plattform legt die Endkundenpreise selbst fest und verdient an der Marge.

Brauche ich eine eigene Lizenz für White-Label-Zahlungen?

Nicht zwingend. Wenn der White-Label-PSP die regulierte Zahlungsabwicklung übernimmt, braucht die Plattform in der Regel keine eigene FINMA-Bewilligung. Die regulatorische Verantwortung liegt beim PSP.