PSP wechseln: Wann lohnt sich eine Alternative zu PayPal in der Schweiz?

PayPal ist weltweit bekannt, für Schweizer Onlineshops aber oft keine optimale Lösung: Weder TWINT noch PostFinance Pay werden unterstützt, und mit 3.4 % Transaktionsgebühr ist PayPal der teuerste verglichene Anbieter. Alle Schweizer Alternativen bieten TWINT, günstigere Gebühren und persönlichen Support – ab CHF 355 pro Monat.

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Zuletzt geprüft: 1. Mai 2026  ·  Quelle: Payrexx Blog-Vergleich 2026

PayPal ist weltweit bekannt und einfach einzurichten – für Schweizer Onlineshops fehlen jedoch TWINT und PostFinance Pay, und mit 3.4 % Transaktionsgebühr ist PayPal der teuerste verglichene Anbieter. Alle Schweizer Alternativen bieten TWINT, günstigere Gebühren und persönlichen Support – ab CHF 355 pro Monat bei 20’000 CHF Umsatz.



Stand: Q1 2026 – Die Kostenangaben in diesem Guide basieren auf dem Vergleich der Schweizer Zahlungsanbieter 2026. Preise und Konditionen können sich ändern – prüfe aktuelle Tarife direkt beim jeweiligen Anbieter.



Dieser Guide zeigt Dir, was PayPal bietet, welche faktischen Unterschiede zu Schweizer Anbietern bestehen und ob PayPal als Ergänzung oder als alleinige Lösung sinnvoll ist.

1. Was PayPal bietet

PayPal ist mit über 400 Millionen Nutzer:innen weltweit einer der bekanntesten Zahlungsanbieter. Die Stärken liegen in der globalen Bekanntheit, dem Vertrauen bei Käufer:innen und der einfachen Einrichtung ohne monatliche Fixkosten. Für internationale Transaktionen und Käufer:innen, die PayPal als vertrautes Zahlungsmittel bevorzugen, ist PayPal unbestritten relevant.

PayPal erhebt keine Monatsgebühr. Die Transaktionsgebühren betragen 0.55 CHF fix plus 3.4 % pro Transaktion – der höchste Wert aller verglichenen Anbieter. Bei 20’000 CHF Monatsumsatz resultieren Gesamtkosten von rund CHF 790, bei 100’000 CHF Umsatz rund CHF 3’950.

TWINT und PostFinance Pay werden von PayPal nicht unterstützt – eine kritische Lücke für Schweizer Onlineshops. Support erfolgt ausschliesslich via E-Mail und Chat, ohne persönliche Ansprechperson in der Schweiz.

Merkmal

PayPal

Typ

Payment Facilitator (USA)

Monatsgebühr

Keine

Transaktionsgebühr

0.55 CHF + 3.4 %

Kosten 20’000 CHF/Monat

CHF 790

Kosten 100’000 CHF/Monat

CHF 3’950

Google-Bewertung

1.6 Sterne (56 Bewertungen)

TWINT

Nein

PostFinance Pay

Nein

E-Commerce-Tools

Nein

Support

Nur E-Mail und Chat

Hauptsitz

USA

 

2. Wann ein Wechsel Sinn macht

PayPal eignet sich als zusätzliche Zahlungsmethode für international ausgerichtete Shops. Als alleinige Lösung für Schweizer Onlineshops hat PayPal jedoch mehrere kritische Lücken.

Kein TWINT

TWINT ist die meistgenutzte mobile Zahlungsmethode in der Schweiz mit über 5 Millionen aktiven Nutzenden. Schweizer Onlineshops, die TWINT nicht anbieten, verlieren damit einen erheblichen Anteil ihrer potenziellen Kundschaft. Kein einziger anderer verglichener Anbieter lässt TWINT weg.

Kein PostFinance Pay

PostFinance Pay ist besonders bei Schweizer Privatkund:innen und im B2C-Segment sehr verbreitet. Auch diese Methode unterstützt PayPal nicht. Damit fehlen im PayPal-Angebot die zwei wichtigsten Schweizer Zahlungsmethoden vollständig.

Höchste Transaktionsgebühren

Mit 3.4 % liegt PayPal deutlich über allen anderen verglichenen Anbietern. Payrexx (1.35–1.65 %), PostFinance (1.55 %) oder wallee (1.55 %) sind je nach Plan rund doppelt so günstig. Bei 100’000 CHF Monatsumsatz bedeutet das einen Kostenunterschied von über CHF 2’000 monatlich.

Tiefste Google-Bewertung

PayPal hat mit 1.6 Sternen (56 Bewertungen) die tiefste Google-Bewertung aller verglichenen Anbieter. Das spiegelt vor allem Kritik an Support-Prozessen und Konto-Sperrungen wider.

Kein persönlicher Support

PayPal bietet für Händler:innen nur E-Mail- und Chat-Support ohne Schweizer Ansprechperson. Im Falle von Dispute-Verfahren oder Konto-Problemen kann das zu langen Bearbeitungszeiten führen.

Hauptsitz USA

PayPal hat seinen Rechtssitz in den USA. Transaktions- und Kundendaten werden ausserhalb der Schweiz verarbeitet. Für Unternehmen mit CH-Datenhaltungsanforderungen oder EU-DSGVO-Sensibilität relevant.

3. Alternativen im Überblick

Alle folgenden Anbieter unterstützen sowohl TWINT als auch PostFinance Pay – die zwei wichtigsten Schweizer Zahlungsmethoden, die PayPal nicht anbietet. Sortiert nach Gesamtkosten bei 20’000 CHF Monatsumsatz.

Payrexx – ab CHF 355/Monat bei 20K

Schweizer Payment Facilitator mit 16 Zahlungsmethoden – darunter TWINT, PostFinance Pay, Samsung Pay, Reka, Centi und Pay by Bank. Keine Fixkosten im Free-Plan, integrierte E-Commerce-Tools, kostenlose Plugins, Same-Day-Onboarding. PayPal kann bei Payrexx zusätzlich als Zahlungsmethode aktiviert werden.

PostFinance – ab CHF 365.90/Monat bei 20K

Schweizer Payment Facilitator mit direkter Bankanbindung und sehr hoher Bekanntheit. TWINT und PostFinance Pay selbstverständlich inklusive. Einmalige Setup-Kosten von CHF 199–249.

wallee – ab CHF 369.95/Monat bei 20K

Modulare Architektur, TWINT und PostFinance Pay inklusive. Für technisch versierte Händler:innen gut geeignet. PayPal kann als Zusatzmethode eingebunden werden.

Worldline – ab CHF 378/Monat bei 20K

Kombinierte Acquirer-und-PSP-Lösung mit TWINT, PostFinance Pay und POS-Support. Keine Monatsgebühr im E-Payments-Paket. Individuelle Konditionen beim Vertrieb anfordern.

Datatrans – ab CHF 398/Monat bei 20K

Etablierter Schweizer PSP. TWINT und PostFinance Pay inklusive, erfordert aber separaten Acquirer-Vertrag. Für Enterprise geeignet.

saldiaPay – ab CHF 449/Monat bei 20K

TWINT und PostFinance Pay inklusive, saldiaApps für Buchhaltung und Logistik. Persönlicher Support, Google-Bewertung 4.7 Sterne.

zahls.ch – ab CHF 489/Monat bei 20K

Transparente Preise, TWINT und PostFinance Pay inklusive, E-Commerce-Tools. Höchste Google-Bewertung (5.0 Sterne).

Stripe – ab CHF 640/Monat bei 20K

TWINT ja, PostFinance Pay nein. Für international ausgerichtete Shops mit Entwicklerteam sinnvoll. Als PayPal-Alternative für Schweizer Kundschaft weniger geeignet.

PayPal als Ergänzung behalten

Viele Händler:innen entscheiden sich, PayPal nicht zu ersetzen, sondern als zusätzliche Zahlungsmethode neben einem Schweizer PSP anzubieten. Das erlaubt es, internationale Kund:innen zu bedienen, ohne auf TWINT und PostFinance Pay zu verzichten. Payrexx, wallee, Worldline und Datatrans erlauben die Einbindung von PayPal als Zusatzmethode.

4. Was kostet der Wechsel?

Bei 20’000 CHF Monatsumsatz liegt Payrexx mit CHF 355 rund 55 % günstiger als PayPal (CHF 790). Bei 100’000 CHF Umsatz ist der Unterschied über CHF 2’370 monatlich – eine Differenz von fast CHF 28’000 jährlich.

Vollständige Kostenaufstellung für alle Anbieter: Vergleich der Schweizer Zahlungsanbieter 2026 auf dem Payrexx Content Hub. Alle 1v1-Detailvergleiche findest Du im Payrexx Vergleichs-Hub.

5. Welche Alternative passt zu Dir?

Die richtige Alternative hängt von Deiner Kundschaft, Deinen technischen Ressourcen und davon ab, ob Du PayPal als Ergänzung behalten möchtest:

Deine Situation

Empfehlung

Hauptgrund

Fokus Schweizer Kundschaft, einfaches Setup

Payrexx

TWINT, PostFinance Pay, alle CH-Methoden, Same-Day-Onboarding

PayPal als Ergänzung behalten

Payrexx + PayPal

Beide Zahlungsmethoden nebeneinander möglich

Technisches Team, CH + International

wallee

API-flexibel, CH-Methoden, PayPal einbindbar

Enterprise / Omnichannel

Datatrans

Starke CH-Präsenz, TWINT & PostFinance Pay

Günstigster Einstieg

Payrexx Free

Keine Monatsgebühr, alle CH-Methoden verfügbar

Zusatzfunktionen (Buchhaltung, Logistik)

saldiaPay

saldiaApps ergänzen Zahlungsabwicklung

 

Checkliste: Von PayPal zu einem Schweizer PSP wechseln

  • TWINT und PostFinance Pay als Pflichtmethoden für Schweizer Kundschaft prüfen

  • Aktuelles Transaktionsvolumen und Kosten mit Schweizer Anbietern vergleichen

  • Entscheiden: PayPal ersetzen oder als Ergänzung behalten?

  • Plugin-Kompatibilität mit Shopsystem prüfen

  • PayPal-Konto-Guthaben und offene Disputes vor Wechsel bereinigen

  • Onboarding beim neuen Anbieter starten (kostenlose Testphase nutzen)

  • Zahlungsseite vollständig testen bevor PayPal deaktiviert wird

  • Kundenkommunikation planen falls neue Zahlungsmethoden sichtbar werden

 

Payrexx bietet als Alternative zu PayPal TWINT, PostFinance Pay und alle weiteren Schweizer Zahlungsmethoden – mit einer 30-tägigen kostenlosen Testphase, ohne Monatsgebühr im Free-Plan und mit persönlichem Support.

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Häufige Fragen zu PayPal-Alternativen in der Schweiz

Warum unterstützt PayPal kein TWINT?

PayPal integriert Zahlungsmethoden global basierend auf internationaler Verbreitung. TWINT ist ausschliesslich in der Schweiz aktiv und hat keine internationale Reichweite. Für alle Schweizer Payment Facilitators ist TWINT eine Standardmethode.

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Kann ich PayPal und einen Schweizer PSP gleichzeitig nutzen?

Ja. Die meisten Shopsysteme erlauben mehrere Zahlungsanbieter gleichzeitig. Payrexx, wallee, Worldline und Datatrans ermöglichen die Einbindung von PayPal als zusätzliche Methode.

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Wie viel teurer ist PayPal gegenüber Schweizer Alternativen?

PayPal erhebt 3.4 % Transaktionsgebühr. Schweizer Anbieter wie Payrexx (1.35–1.65 %) sind rund 1.75 Prozentpunkte günstiger. Bei 100’000 CHF Monatsumsatz entspricht das über CHF 2’000 weniger Kosten pro Monat.

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Verarbeitet PayPal Daten in der Schweiz?

Nein. PayPal hat seinen Rechtssitz in den USA und verarbeitet Daten nicht in der Schweiz. Für Unternehmen mit Anforderungen an Datenhaltung in der Schweiz sind Schweizer Anbieter die bessere Wahl.

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Was ist besser für internationale Kund:innen – PayPal oder Stripe?

Für international ausgerichtete Shops eignet sich Stripe besser: günstigere Gebühren (2.9 % vs. 3.4 %), TWINT-Support und höhere Flexibilität. PayPal hat jedoch eine höhere globale Markenbekanntheit.

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Bietet PayPal eine kostenlose Testphase an?

PayPal bietet kein formales Testkonto an. Im Gegensatz dazu bieten Payrexx, wallee, saldiaPay und zahls.ch explizite 30-tägige Testphasen an, in denen der gesamte Zahlungsablauf ohne Vertragsbindung getestet werden kann.

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